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TK Kampfmittel-Abwehr

  • Dominik Müller
  • 26. Apr. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Am Donnerstag, den 17.04. gab es für ein Mitglied des UOV Baselland die Möglichkeit, am techn. Kurs „Kampfmittel-Abwehr“, organisiert durch Mitglieder der Offiziersgesellschaft Thun und durchgeführt durch den Chef Einsatz d. Kdo KAMIR, teilzunehmen.


Die Ausbildung hatte zum Ziel die Wahrnehmung der Teilnehmer von Bedrohungen durch Kampfmittel im Umfeld zu schärfen und die Teilnehmer dahingehend zu sensibilisieren, das entsprechende Verhalten und die korrekten Reaktionen bei Entdeckung einer solchen Bedrohung zu schulen, sowie diese korrekt zu melden.


Die Ausbildung war in 2 Teile gegliedert –einen theoretischen und einen praktischen Teil.Die theoretische Einführung in die Materie umfasste u.a. das Aufzeigen von aktuellen Bedrohungslagen, die Einordnung verschiedener Bedrohungen in Art und Kategorie, sowie Zahlen und Fakten zu historischen und aktuellen Geschehnissen und Entwicklungen.


Ebenfalls wurde eingehend behandelt, welche Arten von Kampfmittelbedrohungen, speziell mit Explosivstoffen, zu erwarten sind, wie die Wirkweise der einzelnen Bedrohungen ist, was der Sinn hinter gezielt erstellten Bedrohungslagen ist, wie die Täterschaft hierbei vorgeht, denkt und diese Szenarien taktisch und vorallem logistisch bewältigt, sowie derartige Bedrohungslagen zu erkennen, zu lesen und zu bewältigen sind.


Der zweite Teil bestand aus dem praktischen Teil. Hierzu absolvierte die Gruppe einen Kampfmittel-Parcours, welcher im bewaldeten Gebiet entlang eines harmlos anmutenden Wander-und Velowegs angelegt war. Hier galt es allfällige Bedrohungen zu erkennen, korrekt einzuschätzen, aufzunehmen und die Situation zu beurteilen. Unter anderem gab es hier Bedrohungen durch in den Bäumen hängengebliebene Streumunition, sog. „Bomblets“, nicht explodierte Sprengmittel wie z.B.Mörsergranaten, Gewehrgranaten, etc. (sog. UXOs, „Unexploded Ordnance“, also nicht explodierte Munition), aber auch durch die Täterschaft wissentlich hergestellte Bedrohungen durch IEDs („Improvised explosive device“), also improvisierte und meist versteckte Sprengfallen, z.B. in Form von mit Druckplatten versehenen Zigarettenschachteln am Boden, welche beim Darüberlaufen den in unmittelbarer Nähe versteckten Sprengsatz mittels der verbauten Druckplatte auslösen, etc.


Hierbei gab es viel für die Teilnehmer zu lernen. Geschärft wurde vorallem die Wahrnehmung und Beobachtung des Geländes, bzw. das Erkennen von Szenarien, Welche unnatürlich wirken wie z.B. das Vorhandensein von Gegenständen, Welche nicht in die Szenerie passen –oder aber auch das Nicht-vorhandensein von Gegenständen oder aber auch Personen, Welche man in der gegebenen Szenerie vermuten würde.


So befanden sich z.B. bereits eingangs zwei solcher IEDs im Theorieraum. Eine davon war in einer leeren Milchflasche im Regal hinter den Teilnehmern versteckt. Evtl. hätte man sich beim Betreten des Raumen fragen können, was eine leere Milchflasche in einem Theorieraum der Armee verloren hat...


Nach diesem interessanten und lehrreichen Tag kann durch den beiderseitigen, sehr positiven Eindruck auf einen zweiten und weiterführenden Teil dieser Ausbildung gehofft werden, auf den sich beide Seiten bereits schon jetzt freuen.


Abschliessend hier noch ein Hinweis zum Auffinden von Blindgängern und sonstigen Explosivmitteln:


Um Unfälle zu verhindern, befolgenSie bitte folgende Grundsätze:Blindgänger nie berühren –markieren –melden.



Weitere Informationen und Identifizierungshilfen unter folgendem Link:


Quelle:

Blindgängermeldezentrale(BMZ)

Kompetenzzentrum ABC-KAMIR

ABC Zentrum

CH-3700 Spiez



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