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Pilatuswerke in Stans

  • Dominik Müller
  • 19. Mai 2018
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 27. Apr. 2025

Montag, 5. März 2018

Die Besichtigung der Pilatuswerke in Stans wurde durch die Veteranenvereinigung Zentralschweiz SVMLT organisiert, zu der die „AlteGarde“ des UOV Baselland eingeladen war. Vorstandsmitglied Sheila Anneler und 7 UOVler sind der Einladung gefolgt und haben einen hochinteressanten Anlass erleben können. Den Organisatoren danken wir mit einem kräftigen Applaus. (RKl)

Initiant für den Besuch der Pilatuswerke, der bedeutendste Betrieb des Kantons Nidwalden, war Kurt Nussbaumer, der als junger Ingenieur in der Firma gearbeitet hatte. 24 Teilnehmer und Teilnehmerinnen, 8 davon vom UOV Baselland, kamen, nach einer bestens illustrierten Einführung und einem Film in den Genuss einer abwechslungsreichen Besichtigung. Der Film zeigte faszinierende Bilder von Flügen über den Urwäldern des Amazonas, über den Wüsten Afrikas wie auch über die Einsätze der „flying Doctors“ in den Weiten Australiens.

Die Pilatuswerke wurden 1939 gegründet. Vor allem in jüngster Zeit hat sich das Unternehmen zu einem Grossbetrieb entwickelt. Davon zeugen einerseits die Zahl der 2000 Beschäftigten, andererseits die neu erstellten Gebäude und Hallen. 90% der Mitarbeiter wohnen in der Zentralschweiz Es werden 120 Lehrlinge ausgebildet, die nach der Lehrzeit zum grössten Teil im Be- trieb weiterarbeiten können.

Die Erfolge der Firma beruhen auf den steten Innovationen und der konsequenten Ausrichtung auf die Kunden. Die herausragendsten Produkte sind die Geschäfts- und Trainingsflugzeuge verschiedener Typen, für private Firmen, die Schweizer Armee und verschiedene ausländische Armeen, und die weltweit modernsten Trainingssysteme, die eine effiziente und kostengünstige Pilotenausbildung ermöglichen. Die Flugzeuge, die auf den rund um den Globus vorhandenen kurzen Naturpisten ohne Hartbelag starten und landen können, werden zu 98% ins Ausland verkauft, dies in allen fünf Kontinenten mit Schwergewicht in den USA. Jede Woche werden bis 3 Flugzeuge ausgeliefert. Über den Erdball verteilt startet in jeder Minute eine PC 24!

Zum Rundgang starteten die drei Gruppen an verschiedenen Orten. Nachfolgend ein paar Ein- drücke, wiedergegeben in der Reihenfolge der Produktionsabläufe: Halle 3: Herstellung von Einzelteilen, zu knapp 80% aus Metall, der Rest aus Kunststoff. Bohren, fräsen, umformen und Wärmebehandlung. Die Maschinen laufen während 7 Tagen rund um die Uhr. Es wird in drei Schichten gearbeitet. Einzelne Serienarbeiten werden extern vergeben und in Indien oder z. Bsp. die Flugzeugrümpfe in Portugal erledigt.

Halle 5, neu installiert: Fabrikation von Grossteilen, ein Beispiel einer Bearbeitung: Gewicht des Rohlings 380 kg, das Fertigprodukt noch 35 kg, der Rest wird als Abfall gepresst und extern ge

schmolzen. In zwei riesigen Spritzkabinen und in 10 kleineren werden die Malerarbeiten erledigt. Die Standartbemalung für ein Flugzeug dauert 1 -2 Wochen.

Halle 25, seit Juli 2017 in Betrieb: Systemintegration und Montagearbeiten, wie Flügel, Triebwer- ke, Cockpit, Avionik, Kabel und Sauerstoffversorgung. Eindrücklich ist: Es wird gleichzeitig an über einem Dutzend Flugzeuge gearbeitet.

Halle 9: Inbetriebnahme der Systeme. Systemcheck: Justieren, testen, Fahrwerk prüfen und vor- bereiten für den Erstflug. Wichtige Arbeiten werden zweifach, Vier-Augen-Prinzip, überprüft. In Stans werden auch Triebwerke revidiert.

Wir Besucher erhielten so einen Einblick in die komplexen Abläufe und Produktionsschritte, ein eindrücklicher Anlass!

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